Der Tunnelbauer

Am 18. Sep­tem­ber 2025 fand im Atrium eine höchst inter­es­sante Autoren­le­sung von Maja Niel­sen für die neun­ten Klas­sen statt. Die Autorin wurde als beson­de­res High­light außer­dem von Flucht­hel­fer Joa­chim Neu­mann beglei­tet, der auch Haupt­cha­rak­ter ihres Buchs „Der Tun­nel­bauer“ ist, über das es in der Lesung ging.

In ihrem Buch geht es um die wahre Geschichte von Joa­chim Neu­mann als „der Tun­nel­bauer“. Es war eine sowohl emo­tio­nale als auch wag­hal­sige Aben­teu­er­ge­schichte über den Bau meh­re­rer Flucht­tun­nel zwi­schen West- und Ost­ber­lin. Wir Schü­ler erfuh­ren etwas über den Tun­nel 29, in den, als er fast 40 Meter lang war, plötz­lich Was­ser ein­drang. Daher musste er frü­her geöff­net wer­den, weil er durch das Was­ser kurz vorm Zusam­men­bruch stand. Es folg­ten ner­ven­auf­rei­bende Sze­nen von den letz­ten Fluch­ten, die schließ­lich damit ende­ten, dass der Tun­nel, gerade nach­dem Joa­chim Neu­mann ihn ver­las­sen hatte, in sich zusam­men­brach. Dies war ver­knüpft mit herz­er­wei­chen­den Sze­nen über die Freude des Wie­der­se­hens von Fami­li­en­mit­glie­dern und Freun­den. Außer­dem wur­den uns ori­gi­nale Fotos vom Tun­nel­bau des Tun­nels 29 und unter­ir­di­sche Pläne von Tun­nel 57 gezeigt, an des­sen Bau Joa­chim Neu­mann auch betei­ligt war.

Doch in dem Buch geht es nicht nur um wag­hal­sige Fluch­ten, son­dern vor allem auch um die Lie­bes­ge­schichte zwi­schen Joa­chim Neu­mann und sei­ner Frau Christa (Chris) Neu­mann. Durch die Tei­lung Ber­lins, einen miss­glück­ten Flucht­ver­such und einen Auf­ent­halt im Stasi-Gefäng­nis ver­lief diese fast wie eine Hand­lung eines Films. Joa­chim Neu­mann hatte sogar einen klei­nen Teddy mit­ge­bracht, der in der Geschichte zwi­schen ihm und Chris eine bedeu­tende Rolle gespielt hat.

Im Anschluss an die Lesung hat­ten wir Schü­ler noch die ein­ma­lige Gele­gen­heit, Joa­chim Neu­mann Fra­gen zu stel­len, wodurch wir noch span­nende Fak­ten über den Tun­nel­bau erfuh­ren. Alle waren von die­ser Lesung mehr als begeis­tert.

lau­enr & borali